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TOUTOU
Eine Komödie in 7 Szenen von
DANIEL BESSE und AGNÈS TUTENUIT
Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker
1 D, 2 H, 1 Dek.


2001 wurde der französische Autor Daniel Besse für sein Stück "Die Direktoren" mit 2 "Prix Molière" ausgezeichnet, einmal für das "beste Stück", einmal als "bester Autor". Im Jahr danach fand in einer Inszenierung von Matthias Hartmann mit Harald Schmidt in einer der Hauptrollen die Deutschsprachige Erstaufführung im Schauspielhaus Bochum statt.
Sein neues Stück, eine Komödie, wurde am 13. August 2009 im Torturmtheater Sommerhausen uraufgeführt. Am 10. September 2009 kam "Toutou" im Fritz Rémond-Theater heraus(mit Jörg Pleva u.a.). Weitere Aufführungsverträge: Komödie im Bayerischen Hof, München mit Günther-Maria Halmer Michaela May in den Hauptrollen. Diese Produktion wird dann Anfanf 2011 mit der Münchner Tournee auf Gastepielreise gehen. Zu Beginn der Spielzeit 2010/2011 wird "Toutou" im renommierten Théâtre Hébertot in Paris in einer prominenten Besetzung herauskommen.
Alex, ein erprobter Krisenberater, hat beim abendlichen Gassi gehen seinen Hund Toutou verloren. Seine Ehefrau Zoé ist verzweifelt und ob seiner Nachlässigkeit erbost zugleich, und so hat er jetzt eine Krise im eigenen Haus zu bewältigen. Beide fangen an, nach den Gründen zu forschen, weshalb der stets folgsame und liebe Toutou auf einmal ausgebüchst sein könnte. Bisher war er doch immer hochzufrieden mit seinen Hundekroketten, seinen Knabberknochen aus Plastik und seiner Gummiqietsch -Giraffe. Weshalb also plötzlich diese Flucht? Und während sie nun nach Gründen suchen und ihre Beziehung zu Toutou hinterfragen, kommen sie zu ganz erstaunlichen Ergebnissen, die nicht nur ihre Beziehung zu Toutou, sondern vor allem ihre eigene Beziehung belasten. In diese konfliktgeladene Atmosphäre platzt nun der langjährigen Freund Pavel, um sich wegen der Beziehungskrise zu seiner Freundin bei den beiden auszuweinen. Einen ungünstigeren Moment hätte er nicht wählen können, denn was ist schon der Verlust einer Freundin gegen den Verlust eines Hundes! Aber als Nichthundebesitzer könne Pavel das ja nicht verstehen, außerdem hätten sie längst bemerkt, daß er Toutou nicht ausstehen könne, er im Grunde ein Hundehasser sei. Entrüstet weist Pavel diese Unterstellung zurück. Und jetzt ist Krach angesagt - jeder gegen jeden, mit immer wechselnden Koalitionen. Die entlaufene Töle schafft es, daß urplötzlich Dinge zur Sprache kommen, die vorher unter der Decke gehalten wurden. Auf einmal steht nicht mehr die Beziehung oder Nichtbeziehung jedes Einzelnen zu Toutou auf dem Prüfstand, sondern die Beziehungen zwischen Zoé und Alex, zwischen Zoé und Pavel, zwischen Alex und Pavel - und da kommen ganz erstaunliche und beunruhigende Dinge zum Vorschein. Eine Kampftriole aus Wut und Hass zankt und zickt und aus der Krise wird ein kapitaler Krieg, der in einer Scheidung, der Kündigung einer langen Männerfreundschaft, also ohne Sieger enden würde, wenn nicht Pavel, nachdem er am Ende rasend vor Wut aus der Wohnung gestürmt war, unten auf der Straße Toutou entdeckt hätte, der an der Haustür kratzend um Einlaß bettelt. Und so bekommt diese bittere, aber auch fabelhaft amüsante Fabel doch noch ein verdientes(?)Happy End.

09.01.2009